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Ausbilden mit KI

Wie aus KI echte Ausbildungsqualität entsteht. Seminareinblicke von unserer Dozentin Ulrike Dolle

Wie aus KI echte Ausbildungsqualität entsteht.
Seminareinblicke von unserer Dozentin Ulrike Dolle

Künstliche Intelligenz ist in vielen Betrieben längst im Alltag angekommen. Sie unterstützt beim Recherchieren, Schreiben, Strukturieren, Visualisieren, Planen und Prüfen. Für Ausbildungsbetriebe stellt sich deshalb nicht mehr die Frage, ob KI kommt, sondern wie sie sinnvoll, sicher und lernwirksam in die Ausbildung integriert wird. Gerade für KMU liegt hier ein starker Hebel, denn wer KI klug einsetzt, steigert Effizienz und Attraktivität der Ausbildung und stärkt gleichzeitig die Zukunftskompetenzen der Auszubildenden für eine Arbeitswelt, in der KI selbstverständlich ist.

Genau an diesem Punkt setzt unser praxisorientiertes Seminar KI in der Ausbildung an. Im Mittelpunkt steht nicht das Ausprobieren einzelner Tools aus Neugier, sondern die Frage, wie aus KI konkrete Ausbildungsqualität entsteht. Viele Unternehmen testen ChatGPT und ähnliche Anwendungen kurz, doch ohne didaktische Einbettung und ohne klare Spielregeln versandet es schnell. Deshalb verbinden wir im Seminar ein solides Grundverständnis mit realistischen Anwendungsfällen und einem klaren Transfer in den Ausbildungsalltag.

Und jetzt kommt der entscheidende Punkt. Sie brauchen keinen perfekten Plan. Sie brauchen einen Start, der sitzt. Genau deshalb heißt unser Format Ausbilden mit KI –  Smarte Tools für eine moderne Berufsausbildung nicht zufällig so. Es geht um Umsetzung, nicht um Theorie. Um Klarheit, nicht um Hype. Und um eine Ausbildung, die im Alltag funktioniert.

Wir steigen mit einer Vorstellungsrunde ein, die mehr kann als „Hallo zusammen“. Wir nennen sie Mensch und Maschine, weil sie direkt den Ton setzt. Zuerst der Steckbrief: Name, Betrieb, welche Berufe bilden Sie aus. Das klingt simpel und ist trotzdem Gold wert, weil sofort sichtbar wird, wo Ihre Realität liegt und warum Standardlösungen selten passen. Dann kommt Fakt oder Halluzination. Jede Person nennt drei Aussagen über sich oder den Ausbildungsalltag. Zwei sind wahr. Eine ist erfunden. Die Gruppe rät. Und ganz nebenbei passiert etwas Wichtiges: Sie erleben am eigenen Körper, wie leicht man sich von einer plausiblen Aussage täuschen lässt. Genau diese Wachsamkeit brauchen Sie später bei KI Ergebnissen. Nicht glauben. Prüfen. Einordnen. Verantwortung übernehmen.

Danach folgt der Prompt des Tages. Wenn Ihre Einstellung zu KI ein Bild wäre, was würden wir sehen? Eine perfekte Welle? Ein Nebellabyrinth? Einen Werkzeugkasten? Oder ein Warnschild? Das ist nicht Spielerei. Das ist Kulturarbeit. Denn die Wahrheit ist: KI scheitert selten an der Technik. KI scheitert an unausgesprochenen Befürchtungen, an Unsicherheit im Team und an fehlenden Leitplanken. Und zum Abschluss dieser Runde klären wir Erwartungen. Woran erkennen Sie Erfolg in diesen zwei Tagen? Und was tun Sie selbst, damit er eintritt? Das klingt klar. Ist es auch. Und genau so arbeiten wir weiter.

Dann legen wir das Fundament. Was kann generative KI wirklich? Wo sind die Grenzen? Warum klingt eine falsche Antwort manchmal so überzeugend? Und wie verhindern Sie, dass Auszubildende oder Ausbilderinnen und Ausbilder einem gut formulierten Irrtum folgen? Sie müssen dafür nicht Informatik studieren. Sie brauchen ein paar robuste Prinzipien und die richtigen Fragen.

Anschließend geht es in die Anwendung. Und zwar so, dass es sich rechnet. KI kann Lernprozesse individualisieren, wenn Lernstände unterschiedlich sind. KI kann Aufgaben vorbereiten, strukturieren und Varianten erzeugen, ohne dass Sie jedes Mal bei null anfangen. KI kann helfen, Lernfortschritt sichtbar zu machen, Wissenschecks zu entwerfen und Reflexion zu fördern. Aber nur, wenn Sie die Aufgaben richtig bauen. Sonst bekommen Sie zwar schnell Ergebnisse, aber Sie verlieren das Lernen. Und das ist der Dealbreaker.

Deshalb ist der Kern des Seminars die Praxisphase. Hier entwickeln Sie eine konkrete KI gestützte Ausbildungsaufgabe, die Sie in Ihrem Betrieb tatsächlich einsetzen können. Eine Aufgabe, die nicht nur Output fordert, sondern Denken sichtbar macht. Wie kommt ein Ergebnis zustande? Welche Quellen wurden genutzt? Was wurde geprüft? Was wurde verworfen? Was ist die Begründung? Das ist der Unterschied zwischen Abkürzung und Kompetenz. Und glauben Sie mir: Genau das macht Ihre Ausbildung modern und gleichzeitig belastbar.

Parallel dazu klären wir die Leitplanken. Datenschutz und DSGVO. Verantwortlichkeiten. Transparenz. Und das Thema Bias, also Verzerrungen, die sich in KI Antworten einschleichen können und dann unbemerkt Entscheidungen beeinflussen. Das ist kein Kapitel fürs Ende. Das ist die Voraussetzung dafür, dass Sie KI überhaupt seriös in die Ausbildung bringen können. Sonst haben Sie später Diskussionen, die niemand will, und Risiken, die unnötig sind.

Und dann kommt das, was viele unterschätzen: die Vermittlung. Ihre Auszubildenden nutzen KI sowieso. Die Frage ist nur, ob sie es reflektiert tun oder ob sie sich abhängig machen. Im Seminar bekommen Sie Methoden, wie Sie die KI-Nutzung anleiten, ohne Kontrolle zu spielen und ohne naiv alles durchzuwinken. Sie lernen, wie man gute Aufgaben stellt, wie man Prüfroutinen etabliert und wie man eine Haltung im Team aufbaut, die neugierig und gleichzeitig kritisch ist.

Jetzt Klartext zu den Trade offs:

  • KI halluziniert. Punkt. Und je besser sie formuliert, desto gefährlicher ist es. Wenn Sie keine Prüfroutine haben, steigt das Fehlerrisiko.
  • Zweiter Punkt: Wenn Aufgaben schlecht designt sind, outsourcen Lernende das Denken. Dann haben Sie schöne Ergebnisse und wenig Kompetenz.
  • Dritter Punkt: Ohne klare Regeln wird eine Tool-Nutzung schnell zum Datenschutzthema.
  • Und vierter Punkt: Wenn das Ausbilderteam nicht mitzieht, bleibt es eine Insellösung.

Das Gute ist: All das lässt sich steuern. Mit Aufgabenqualität, Leitplanken und gemeinsamer Praxis.

Wenn Sie jetzt denken: Das klingt nach viel. Dann hören Sie mir kurz zu. Sie müssen nicht alles auf einmal machen. Sie müssen nur den ersten Schritt machen. Und der ist simpel: Starten Sie mit einer Aufgabe, die Sie wirklich brauchen. Nicht mit zehn. Mit einer. Bauen Sie sie so, dass Lernende erklären müssen, wie sie geprüft haben. Legen Sie drei Regeln fest, was bei KI erlaubt ist und was nicht. Und vereinbaren Sie einen kurzen Teamcheck nach zwei Wochen. Was hat funktioniert? Was nicht? Was ändern wir? Das ist operative Exzellenz. Klein starten. Sauber lernen. Dann skalieren.

Wenn Sie genau so arbeiten wollen, dann ist Ausbilden mit KI – Smarte Tools für eine moderne Berufsausbildung Ihr Startpunkt. Sie gehen nicht mit Inspiration nach Hause, die am Montag verpufft. Sie gehen mit einer konkreten Aufgabe, klaren Leitplanken und einem Vorgehen, das in KMU Alltag passt. Und das ist am Ende das, was zählt.

 

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